Das Schweizer Gesetzt sieht keine Mahngebühren vor.

Es besagt, dass wen eine Rechnung zu spät bezahlt wird, ein Verzugszins von 5 Prozent geschuldet wird. Dieser fällt frühestens nach Ablauf der Zahlungsfirst an.

Art. 104 Abs. 1 OR - Ist der Schuldner mit der Zahlung einer Geldschuld in Verzug, so hat er Verzugszinse zu fünf vom Hundert für das Jahr zu bezahlen, selbst wenn die vertragsmässigen Zinse weniger betragen.

Wurde kein Zahlungsdatum vereinbart, muss der Gläubiger zuerst mahnen.

Grundsätzlich gilt: Verzugszinsen müssen bezahlt werden, ausser Sie sind unverhältnismässig hoch.

Mahngebühren dürfen erhoben werden, allerdings nur, wenn sie vertraglich klar formuliert sind:

Laut Bundesgericht dürfen Mahngebühren erhoben werden, wenn sie im Vertrag oder in den AGB betragsmässig in Franken und Rappen genau bestimmt sind.

Eintreibungskosten durch Inkassobüro dürfen dem Schuldner nicht aufgebrummt werden:

Art. 27 Abs 3. SchKG - Die Kosten der Vertretung im Verfahren vor den Betreibungs- und Konkursämtern dürfen nicht der Gegenpartei überbunden werden.

Gläubiger informieren - per E-Mail

Ich informiere Sie hiermit darüber, dass ich die Mahngebühr von CHF X von der Rechnung Y nicht begleichen werde - aus folgenden Gründen:

  1. Der Verzugszins von CHF X entspricht XY.Z% des Rechnungsbetrags und ist damit unverhältnismässig hoch. Siehe Art. 104 Abs. 1 (OR).
  2. Mahnungen werden heute automatisiert und per E-Mail versendet (das ist kein Aufwand mehr), in Ihrem Fall habe ich keine postalische Mahnung erhalten.
  3. Der Schaden, der durch das nicht sofortige Bezahlen der Rechung entstanden ist, ging nicht über die Mahngebühr hinaus. Falls doch, bitte ich den Schaden zu belegen.

Quellen